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Harry Wilters - Preis der FDP Rastede

Seit dem Jahr 2010 verleiht der FDP Ortsverband Rastede jährlich den Harry Wilters - Preis an eine verdiente Persönlichkeit aus der Gemeinde Rastede.

Mit der Auszeichnung wollen wir zugleich besonderes Engagement ehren und an Harry Wilters erinnern.

Doch wer war der Namensgeber?

 

Harry Wilters – 22 Jahre lang Bürgermeister und Landrat zugleich

Der Liberale aus Überzeugung war Rastedes erster Bürgermeister nach dem 2. Weltkrieg

 

Als der verdiente Kommunalpolitiker sich am 3. Oktober 1976 nicht wieder zur Wahl stellte, ging damit auch eine Liberale Ära zu Ende: Harry Wilters war nicht nur von 1946 bis 1968 erster Bürgermeister der Gemeinde Rastede und zeitgleich Landrat des Lankreises Ammerland, von 1968 bis 1976 Ratsherr und im Anschluss Ehrenratsherr. Er wurde für seine Leistungen mit der Verdienstmedaille des Landes Niedersachsen sowie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

 

Seine Erfolge baute er auf der Ansicht auf, dass Opposition nicht im Sinne eines Gegensatzes zu sehen sei. Wichtig war ihm, dass im Gemeindeparlament gemeinsame Arbeit geleistet werde und dass jeder die Achtung vor dem Anderen nicht verliere. Mit dieser Haltung gelang es ihm, die schwierigen Jahre Anfangs seiner kommunalpolitischen Tätigkeit zu meistern. Damals galt es, das Flüchtlingselend und die Nachkriegsnot in enger Zusammenarbeit mit den Verwaltungen zu bekämpfen.

 

Bei seiner letzten Kandidatur beantwortete Harry Wilters als Spitzenkandidat der FDP Rastede die Frage „Warum FDP?“ mit folgenden Sätzen:

 

Die FDP ist in den letzten Jahren einen schweren Weg gegangen. Doch diese kleine, mutige Partei hat sich mannhaft geschlagen. Die Freien Demokraten haben die schwierige, aber notwendige Pflicht erfüllt, sich exakt an ihren liberalen Grundüberzeugungen zu orientieren, das heißt auch, offen für soziale Fragen zu sein.

Es ist kein Zweifel mehr erlaubt: Die FDP ist unmissverständlich die Partei der Mitte, die Partei der liberalen Vernunft.

 

Worte eines vorbildlichen Liberalen, die rund 40 Jahre später nichts an ihrer Richtigkeit eingebüßt haben. 

Harry Wilters im Jahr 1972

2015

Harry-Wilters-Preis 2015

Mut und Einsatz Jugendlicher gewürdigt

aus der NWZ vom 8. Februar 2016

Rastede „Ihr bekommt diesen Preis, weil Ihr vorbildlich gemacht habt, wozu Ihr gewählt wurdet!“, sagte der Laudator Konstantin Kuhle bei der Verleihung des Harry-Wilters-Preises der FDP Rastede an die Schülervertretung der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Rastede am Sonnabend im Palais. Der 26-jährige Kuhle aus dem niedersächsischen Dassel ist Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen.

Carsten Helms, FDP-Ortsvorsitzender, erklärte in seiner Begrüßung, dass es sich um die sechste Verleihung des Preises handelte. Erstmals ginge der Preis nicht an eine Einzelperson, sondern an eine Gruppe. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde der Preis in Erinnerung an Harry Wilters verliehen. Der überzeugte Liberale wurde 1946 Rastedes erster Nachkriegs-Bürgermeister und behielt dieses Amt 22 Jahre inne. Über seine Amtszeit wurde gesagt, dass er stets größten Wert darauf gelegt hatte, dass jeder die Achtung vor dem anderen nicht verliere.

Daran knüpfte Kuhle in seiner Rede an. Er lobte das Engagement der Schülervertretung und fand drei entscheidende Punkte für die Auszeichnung: Als erstes hätten die demokratisch gewählten Vertreter dieses Ehrenamt mit Leben ausgefüllt, ihr Recht auf Mitwirkung genutzt und eine klare Haltung vertreten.

Zweitens setzten diese jungen Menschen ein deutliches Zeichen gegen die angebliche Politikverdrossenheit und unpolitische Jugend. Sicherlich sei ihnen auch mal der Vorwurf gemacht worden, zu unerfahren zu sein – doch das Gremium habe sich davon nicht beirren lassen. Und drittens sei die Rückkehr an den Verhandlungstisch ein Zeichen vorbildlicher Diskussionskultur gewesen.

Im vergangenen Jahr hatte die Schülervertretung unter anderem die Schülerdienste bestreikt und war den Schulvorstandssitzungen fern geblieben. Das alles passierte in der Kontroverse um die Mehrarbeit für Gymnasiallehrer, aufgrund derer die Lehrer einen Klassenfahrtenboykott ausgerufen hatten.

Kuhle betonte, es ginge hier nicht darum, die eine oder andere Meinung zu unterstützen, sondern den Mut und das Engagement Jugendlicher auszuzeichnen. Dass er damit richtig lag, zeigte sich auch an der Teilnahme von Schulleitung, Lehrern, Eltern und Förderverein an dem Empfang.

Unter großem Beifall nahmen drei der vier amtierenden Schülervertreter den Preis entgegen: Sonja Mager, Sarah Kreikenbohm und Eike Buss bedankten sich für die Auszeichnung und erinnerten sich an ihre Aktionen. So habe die Fahrt zur Demo in Hannover sie mit anderen Schulen und deren Vertretern vernetzt.

Eike Buss betonte auch, dass Protest keinesfalls Alltag an der KGS sei und lobte das sehr gute Schulklima. Er nutzte die Gelegenheit, um auf die anstehende Valentins-Aktion hinzuweisen. Dabei könnten sich Schüler individuell beschriftete Herzen zukommen lassen.

Passend dazu hörten die Gäste vor dem Sektempfang dann noch ein Musikstück von Matthias Grafe, der mit seinem Klavierspiel die Veranstaltung begleitete. Er spielte „Waiting For Love“ von Avicii und erhielt für seine Beiträge noch einmal großen Applaus.

Cartsten Helms (FDP) und Konstantin Kuhle (Vorsitzender der Jungen Liberalen) überreichten den Harry-Wilters-Preis an die Schülervertretung der KGS Rastede | Foto: Janout

Kommunales

Sitzstreik, Demo und Boykott

Schülervertretung der KGS Rastede erhält Harry-Wilters-Preis 2015. FDP lädt zur feierlichen Übergabe ins Palais.

aus der rasteder rundschau vom 6. Februar 2016,  von Kathrin Janout

Warum die Schülervertretung der KGS Rastede den Ehrenamtspreis verdient? Konstantin Kuhle, dem Chef der Jungen Liberalen, fielen heute morgen bei der Verleihung des Harry-Wilters-Preises im Palais gleich drei gute Gründe ein: „Erstens: Sie haben eine demokratische Institution mit Leben gefüllt. Zweitens: Sie haben gezeigt, dass junge Menschen nicht unpolitisch sind. Drittens: Sie sind nach den Aktionen wieder an den Verhandlungstisch zurückgekehrt.“ Kuhle beschrieb damit in seiner Laudatio das Vorgehen der Schülervertretung in der Debatte um den Klassenfahrtenboykott. „Es geht darum, dass Ihr eine Position eingenommen habt in einer politischen Diskussion“, so Kuhle.

Die Schülervertretung habe die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel genutzt und für die Interessen der Schülerschaft Maßnahmen ergriffen wie den Sitzstreik, die Demonstration in Hannover, dem Einschränken der freiwilligen Leistungen wie Tafel- und Klassenbuchdienst und dem Boykottieren von Konferenzen. „Damit habt ihr bewiesen, wie man sich als SV einsetzen kann“, lobte Kuhle.

Die Schülervertreter Sonja Mager, Sarah Kreikenbohm und Eike Buss nahmen den Preis entgegen. Die Vierte im Bunde, Friederike Peschel, war heute morgen nicht dabei. „Wir freuen uns sehr“, sagten die Geehrten und bedankten sich auch für das Engagement der Schülerschaft, der Elternvertretung und der Schulleitung. „Toll ist außerdem, dass die Schülervertretungen in Niedersachsen alle so gut zusammengearbeitet haben“, fügten sie hinzu.

Der Harry-Wilters-Preis wurde bereits zum sechsten Mal verliehen. Harry Wilters (FDP) war der erste Nachkriegsbürgermeister der Gemeinde. Ihm zu Ehren sei dieser Preis im Jahr 2010 ins Leben gerufen worden, erklärte Carsten Helms, Vorsitzender der FDP Rastede. Träger des Preises sollten Menschen sein, die sich um die Gemeinde Rastede mit großem Engagement verdient gemacht haben. Bisher seien immer Einzelpersonen ausgezeichnet worden. Für das Jahr 2015 erhalte die Schülervertretung den Preis nun erstmalig als Gruppe.

 

2014

Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement: (von links) Carsten Helms, Traute Hayen, Hans-Hermann Hayen, Christian Dürr und Evelyn Fisbeck

Harry-Wilters-Preis

Leuchtendes Beispiel für Engagement

Wahnbeker Hans-Hermann Hayen ausgezeichnet – Eintrag ins Guinness Buch

von Sabrina Wendt aus der NWZ vom 18.10.2014

Von 1999 bis 2009 leuchtete in Wahnbek der größte Adventskranz der Welt. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde der Initiator nun mit dem Harry-Wilters-Preis bedacht.

Rastede Für seine besonderen Verdienste um die Gemeinde Rastede ist Hans-Hermann Hayen am Freitag im Palais mit dem Harry-Wilters-Preis ausgezeichnet worden. Als Dank für sein Engagement überreichte ihm der FDP-Orts- und Kreisvorsitzende, Carsten Helms eine Urkunde und eine Skulptur. Zu der Verleihung waren viele Vertreter aus der Politik – unter ihnen auch Rastedes Bürgermeister Dieter von Essen – gekommen. Für die musikalische Untermalung hatte Matthias Grafe vom Rasteder Creativ Centrum (RCC) am Klavier gesorgt.

„Sie werden heute nicht nur geehrt, weil Sie den Wahnbeker Adventskranz initiiert haben, sondern Sie werden auch dafür geehrt, dass Sie sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich engagieren“, erklärte Christian Dürr, FDP-Fraktionsvorsitzender und Mitglied des Niedersächsischen Landtages, in seiner Laudatio.

Mit knapp 33 Meter Durchmesser und einer Gesamthöhe von 65 Metern sei der Adventskranz noch kilometerweit zu sehen gewesen, „aber leider mit diesen Maßen nicht wohnzimmertauglich“, erklärte Dürr und betonte die Wichtigkeit des Ehrenamtes für Niedersachsen.

„Ohne Ehrenamtliche geht in Niedersachsen nichts. Durch Ihr Engagement leisten Sie unserer Gesellschaft einen unbezahlbaren Dienst. Dafür sollten wir Ihnen nicht nur mit Dank begegnen. Sie müssen sich auch stets auf unsere Unterstützung verlassen können. Unsere Aufgabe ist es, Möglichkeiten zu schaffen, damit die Bürger ihre Interessen und ihr Glück selber in die Hand nehmen können.“

Seit 2010 wird der Harry-Wilters-Preis jährlich an Menschen verliehen, die die Gemeinde Rastede in besonderer Weise bereichert haben. „Und es soll nicht das letzte Mal gewesen sein“, erklärte Helms.

 

seit 2010 verliehen

Harry Wilters (FDP) war der erste Bürgermeister der Gemeinde Rastede nach dem Zweiten Weltkrieg (von 1946 bis 1968).

Ihm zu Ehren wurde der „Harry-Wilters-Preis“ im Jahr 2010 ins Leben gerufen. Der Preis soll an Menschen verliehen werden, die sich um die Gemeinde Rastede mit großem Engagement verdient gemacht haben.

Im vergangenen Jahr war Klaus-Peter Hogen für sein ehrenamtliches Engagement von den Verantwortlichen ausgezeichnet worden.

2013

Den Harry-Wilters-Preis erhielt Klaus-Peter Hogen (vorne, Mitte) von Patrick Döring (vorne links), Carsten Helms (vorne rechts) und Christiane Ratjen-Damerau.

Ehrenamt

Treue Seele mit „Harry-Wilters-Preis ausgezeichnet

Klaus-Peter Hogen chauffiert Sportler und Gäste der Rasteder Musiktage

von Christine Henze aus der NWZ vom 31.08.2013           

Rastede Für sein ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde Rastede wurde Klaus-Peter Hogen am Freitagabend im Palais in Rastede mit dem Harry-Wilters-Preis ausgezeichnet. Den Preis und die Urkunde überreichten ihm der FDP-Generalsekretär Patrick Döring und der Vorsitzende der FDP Rastede, Carsten Helms.

„Harry Wilters (FDP) war der erste Bürgermeister der Gemeinde Rastede nach dem Zweiten Weltkrieg (1946-1968)“, erklärt Helms. Ihm zu Ehren wurde dieser Preis im Jahr 2010 ins Leben gerufen. Träger des Preises sollten Menschen sein, die sich um die Gemeinde Rastede mit großem Engagement verdient gemacht haben.

„Klaus-Peter Hogen erhält den Preis aus guten Gründen“, betont Döring in seiner Laudatio. Seit Jahren fährt der 67-jährige Mannschaften des FC Rastede mit dem Bus von A nach B. Auch bei den Rasteder Musiktagen chauffiert Klaus-Peter Hogen internationale Gäste. Weil er dabei so viele oberösterreichische Gäste gefahren hat, so Döring, könne man die Behauptung wagen, dass der Preisträger in Oberösterreich bekannter ist, als in Rastede. Dabei war Hogen selbst aktiver Fußballer und Trainer beim FC Rastede. Über den Sport sei er dann zum Ehrenamt gekommen, erklärt der Preisträger. Dabei habe er sich zwischen dem Trainerdasein und dem Fahren entscheiden müssen. „Man kann nur eins vernünftig machen. Ich habe mich für das Fahren entschieden“, sagt Hogen lächelnd.

Wenn er die häufig noch sehr jungen Sportler nach Hause bringe, warte er bis sie drinnen sind oder ein Elternteil zu sehen ist, sagt Hogen. „Dieser Einsatz rührt mich“, sagte die FDP-Bundestagsabgeordnete Christiane Ratjen-Damerau. Sie überreichte ihm symbolisch einen Fußball. „Kommt der FC und die Musiktage in Verdruss, kommt Peter mit seinem Bus“, witzelte Hogen abschließend.

2012

Preisverleihung (von links): Bundestag-Vizepräsident Dr. Hermann Otto Solms, Eleonore und Friedrich Popken und FDP-Ortsverbandsvorsitzender Carsten Helms

Harry-Wilters-Preis

Einen Ort zum Austoben gefunden

Unternehmer Friedrich Popken erhält Auszeichnung der FDP

von Frank Jacob aus der NWZ vom 09.01.2013

Der Preisträger gründete die Firma Ulla Popken. Mit junger Damenmode ab Größe 42 habe er eine Marktlücke entdeckt, hieß es in der Laudatio.

Rastede Unternehmer Friedrich Popken ist am Dienstagabend mit dem Harry-Wilters-Preis ausgezeichnet worden. Der 72-jährige Gründer und Miteigentümer des Unternehmens Ulla Popken in Hahn-Lehmden nahm den Preis, der vom FDP-Ortsverband Ras­tede zum dritten Mal verliehen wurde, vor 30 geladenen Gästen im Palais entgegen.

„Ich kann Ihnen diesen Preis mit großer Überzeugung überreichen“, sagte der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Dr. Hermann Otto Solms, in seiner Laudatio.

Mit der Idee, junge Damenmode ab Größe 42 anzubieten, habe Popken eine Marktlücke gefüllt. „Hier sieht man, welche Wirkungen es für eine große Zahl von Personen und auch für eine Gemeinde haben kann, wenn man eine gute Idee hat, sie erfolgreich aufgreift und professionell umsetzt.“

Für den Alltag in der Gemeinde Rastede habe diese Erfolgsgeschichte (heute hat Ulla Popken mehr als 300 Filialen und beschäftigt mehr als 2000 Mitarbeiter) weiterreichende Bedeutung. „Dank des großen Versandlagers der Firma gibt es in Rastede noch eine große Postfiliale“, sagte Solms. Außerdem sei der Nahverkehr gut ausgebaut worden.

Friedrich Popken nahm die Auszeichnung „mit besonderer Freude und großer Dankbarkeit entgegen“. „Ich habe nicht nur eine Marktlücke gefunden, sondern auch einen Ort, in dem ich meine unternehmerische Tätigkeit austoben konnte“, sagte er.

Mittlerweile genieße er den Ruhestand und beobachte aus der Distanz, wie sich sein Unternehmen erfreulich weiterentwickelt. „Ich hatte das Glück, die Geschäfte rechtzeitig in jüngere Händen geben zu können“, sagte Popken. 2008 hatte er sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und die Geschicke an seine Tochter und seinen Schwiegersohn abgegeben.

Mit dem Preis will die FDP das Wirken von Bürgern würdigen, die sich um Rastede besonders verdient gemacht haben, sagte FDP-Vorsitzender Carsten Helms. Namensgeber des Preises ist Harry Wilters, der von 1946 bis 1968 Bürgermeister in Rastede war.

2011

Preisverleihung (v. li.): Evelyn Fisbeck, Claas E. Daun, Carsten Helms, Marlies Daun und Walter Hirche

Ehrenamt

Musterbeispiel für Gesellschaft:

Unternehmer Claas E. Daun mit Harry-Wilters-Preis ausgezeichnet

von Justin Hibbeler aus der NWZ vom 06.09.2011

Der Preisträger wurde für sein Engagement um das Landesturnier geehrt. An dem Preis seien auch viele andere Personen beteiligt, sagte Daun.

RASTEDE „In seiner Person vereinen sich zwei Prinzipien: Globales Denken und lokales Handeln.“ Mit diesen Worten lobte der FDP-Ehrenvorsitzende des Landes Niedersachsen, Walter Hirche, den diesjährigen Preisträger des Harry-Wilters-Preises, den Textilunternehmer Claas E. Daun. „Nur wenige Unternehmer können diese Spanne zwischen wirtschaftlicher Vision und zeitgleicher Verwurzelung in der Heimat ausfüllen“, sagte Hirche bei der Preisverleihung.

Beim Palais hatten sich Vertreter des FDP-Ortsverbandes versammelt, um in kleiner Gästerunde zum zweiten Mal den Harry-Wilters-Preis zu vergeben. In Anlehnung an die Verdienste des namensgebenden Nachkriegsbürgermeisters verleihen die Rasteder Liberalen die Auszeichnung an Persönlichkeiten, die sich Rastede in hohem Maße verdient gemacht haben und es auch zukünftig tun wollen.

Hirche, der in langjährigem, persönlichen Kontakt mit Daun steht, lobte in seiner Laudatio die Durchsetzungsfähigkeit und Geradlinigkeit des Rasteders, gepaart „mit einer typisch Oldenburger Mentalität“. Neben seinen nationalen wie internationalen Wirtschaftsanstrengungen hob Hirche das kulturelle Engagement Dauns hervor, insbesondere bei der Organisation des Landesturniers. Die auch im kulturellen Rahmen gewahrte Verbindung zu Rastede sei ein Musterbeispiel für die Gesellschaft; die Kontinuität im Leben und den persönlichen Prinzipien Dauns spiegele sich in dieser Heimatverbundenheit wider.

In seiner Dankesrede verwies Daun auf sein „Prinzip VV“, in dem seine Grundsatzmaxime Vertrauen und Verantwortung stecken. „Für mich sind viele andere Personen an diesem Preis beteiligt, die mein Vertrauen erlangt haben und stets verantwortungsvoll handeln. Allen voran natürlich meine Frau Marlies, dann im Besonderen auch Wolfgang Teske, der viel für die Weiterentwicklung des Landesturniers getan hat“, sagte Daun.

Musikalisch begleitete Matthias Grafe vom Rasteder Creativ Centrum die Feierstunde am Klavier. Neben Evelyn Fisbeck und Carsten Helms vom FDP-Ortsverband waren unter anderem Bürgermeister Dieter Decker, der stellvertretende Bürgermeister Dieter von Essen, der Enkel von Harry Wilters, Torsten Wilters, sowie die Vorjahres- Preisträgerin, Gemeindearchivarin Margarethe Pauly, anwesend.

2010

Premiere

„Rastedes Gedächtnis“ geehrt

FDP zeichnet Margarete Pauly mit dem neuen Harry-Wilters-Preis aus

von Claudia Wiemer aus der NWZ vom 20.09.2010

Alljährlich wollen die Liberalen die Auszeichnung vergeben. Geehrt werden Menschen, die sich in besonderer Weise um das Allgemeinwohl verdient machen.

RASTEDE „Es ist mir eine große Ehre, dass ich eine Auszeichnung erhalten habe, die mit dem Namen Harry Wilters verbunden ist“, bedankte sich die Rastederin Margarete Pauly anlässlich der offiziellen Preisverleihung im Rasteder Palais. Der FDP-Ortsverband Rastede hatte Pauly als erste Preisträgerin für den neuen Harry-Wilters-Preis nominiert.

Vor der Auszeichnung hatte FDP-Ortsverbandsvorsitzender Carsten Helms den vierzig geladenen Gästen, unter ihnen auch der stellvertretenden Bürgermeister Dieter von Essen, Ratsvorsitzender Walter Steinhausen und der Enkel des Namensgebers für den Preis, Torsten Wilters, Leben und Werk von Harry Wilters vorgestellt. Der langjährige Kommunalpolitiker und überzeugte Liberale war 1946 zum ersten Bürgermeister Rastedes gewählt worden und außerdem erster Landrat im Landkreis Ammerland. „Harry Wilters’ Engagement war geprägt durch Beharrlichkeit, ihm war das Dienen für seine Gemeinde wichtig“, sagte Helms. Die FDP Rastede wolle nun alljährlich eine Rastederin oder einen Rasteder ehren, die oder der das Gemeindeleben in besonderer, nachhaltiger Weise bereichere.

In Vertretung der FDP- Bundestagsabgeordneten Dr. Christiane Ratjen-Damerau, die kurzfristig absagen musste, hielt Helms auch die Laudatio. Er würdigte die Preisträgerin, deren „Lebensgeschichte, Engagement und nie versiegende Neugier“ zur Nominierung geführt hätten, als „eine Frau, die man vorbehaltlos als Rastedes Gedächtnis bezeichnen darf“ und „…noch vieles mehr“. Dabei stellte Helms den „schier unstillbaren Antrieb“ und die „unvergleichliche Akribie“ der 1938 in Rastede geborenen, passionierten Historikerin heraus.

Margarete Pauly ist seit Mitte der 80-er Jahre für das Rasteder Gemeindearchiv tätig, 1990 übernahm sie dessen ehrenamtliche Leitung. Ihr Engagement gilt der Kultur- und Heimatpflege sowie der regionalen Forschung. Ihre Arbeit spiegelt sich in Veröffentlichungen wie „Die Straßennamen der Gemeinde Rastede“ über den „Rasteder Archivboten“ bis hin zur Biographie „Friederike von Washington, Herzogin von Oldenburg“ wieder.

Nachzuforschen, aufzuspüren, kostbares Erbe aufzubewahren im Archiv und in Veröffentlichungen Mitbürgern unsere Vergangenheit bewusst machen – das sei ihr eine Herzensangelegenheit, so Margarete Pauly in ihrer Dankesrede.